01.03.2011 von Karoline Schnepps

Der Frühling ist da - bald!

- und nicht mehr aufzuhalten

Löwenzahn

Der Winter war für mich heuer wirklich eine sehr intensiv ausgelebte Rückzugszeit mit langen Visionen-Spinnen, Träumen, mit Ver-rücken der Gedanken - alles konnte durch- und bedacht werden.
 
Man träumt sich so durch das nächste Gartenjahr, macht Pläne, aber auch durch das nächste Lebensjahr - welchen Samen möchte ich im heurigen Jahr setzen, im wörtlichen Sinn und im übertragenen Sinn. Was soll wachsen, was kann mich nähren?
 
Imbolc/Lichtmess liegt nun auch schon hinter uns, das Licht wird stärker. Der Same/der Gedanke kann schon gesetzt werden, damit er mit dem stärker werdenden Licht wachsen kann.
 
Mein heuriger Samen dreht sich um Selbstverantwortung. Wie können wir die Verantwortung, die wir auch uns selbst gegenüber haben, unserem Körper, unserem Geist und auch dem Geschenk unseres Lebens hier auf der Erde, wieder voll und ganz übernehmen?
 
Was ist überhaupt Verantwortung? Unter Wikipedia finde ich folgende Sätze:
 
Verantwortung bedeutet die Möglichkeit, für die Folgen eigener oder fremder Handlungen Rechenschaft abzulegen. Die drückt sich darin aus, bereit und fähig zu sein, später Antwort auf mögliche Fragen zu deren Folgen zu geben. Eine Grundvoraussetzung hierfür ist die Fähigkeit zur bewussten Entscheidung.
 
Eine bewusste Entscheidung setzt Wissen voraus.

  • über die Lebensmittel die ich zu mir nehme: sind es noch Lebensmittel? Oder haben sie unter dem Preisdruck alle Lebenskraft ausgehaucht? Gehe ich respektvoll mit ihnen um?
  • über die Kleidung: welches Material trage ich!? Wie, und von wem wurde sie produziert, wie gefärbt?
  • Kosmetik: weiß ich was ich da auf meine Haut auftrage und einziehen lasse? Meine Haut, die mich umhüllt, schützt, Grenzen setzt zum Außen!
  • Welche Reinigungsmittel nehme ich, schaden sie der Umwelt und somit früher oder später auch mir. (Der Weg des Reinigungsmittels hört nicht bei der Waschmaschine auf!!)
  • Aber auch das Wissen über die verschiedenen Möglichkeiten zur eigenen Weisheit zu gelangen, welcher Weg ist der meine?

Dadurcht kommen wir zur Quintessenz all dieser Fragen: was tut mir gut!?! Was hilft mir in meiner Kraft zu bleiben/zu kommen?!?
 
Um  diese Frage zu beantworten müssen wir uns erst einmal genau kennen.
 
Und da hilft mir die Natur und natürlich mein Garten. Dort draußen komme ich wieder mit dem Schöpfungsgedanken, mit dem Leben, das heißt mit mir selbst in Kontakt. Ich spüre mich wieder.
Ich spüre meine Füße auf Mutter Erde, gut verwurzelt, jetzt noch kühl und feucht, aber bald warm und voller Leben.
Ich recke den Kopf zum Himmel, lass mir das Gehirn freiwirbeln, atme die Luft ein die so viel Lebenskraft in meine Zellen bringt.
Ich liege unter der wärmenden Sonne in der Hängematte und lasse meine Gedanken schweifen oder schaue in den unendlichen Sternenhimmel und realisiere, wie klein ich bin.
 
Wir spüren uns wieder, unsere Bedürfnisse, unser SEIN. Wir kommen auf den Punkt, ohne Beeinflussung von anderen.
 
Und wenn wir zur Ruhe kommen, können wir auch wieder auf die Stimme unseres Bauches hören, auf unsere Intuition. Die weiß nämlich sehr viel.
Die weiß, welche Kräuter wir jetzt zum Kochen holen sollen, welche wir brauchen, damit es uns gut geht.
Die weiß, welche Pflanzen wir zum Räuchern, zum Reinigen oder Energieaufbauen benötigen.
Die weiß, welche Essenzen und Tinkturen wir für Salben ansetzen können, um uns gesund zu erhalten oder um gesund zu werden.
Oder sie weiß ganz einfach, welcher jetzt der beste Platz zum Krafttanken ist.
 
Wir müssen die Verantwortung für unser Wohlergehen wieder selbst übernehmen, es nicht abhängig machen von den Meinungen oder Tun anderer.
 
Wir haben aber noch etwas Zeit zum Träumen. Noch ist die Gartensaison nicht angebrochen. Wir können noch Samen sammeln, du die deinen und ich die meinen, aber bald werden wir sie der Erde übergeben und alles dafür tun damit sie wachsen und gedeihen.
 
Einen wunderschönen Frühlingsbeginn wünscht
 
Karoline

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